Die 3 wichtigsten Kriterien für gute SEO-Texte 400 300 Elena Patzer

Die 3 wichtigsten Kriterien für gute SEO-Texte

Keyword-Dichte, Meta-Daten, Linkanzahl – denkst du auch, dass Suchmaschinenoptimierung eine komplizierte Wissenschaft ist? Dann halte dich fest: Eigentlich braucht es nur 3 Kriterien, um gute SEO-Texte zu schreiben. Welche das sind, erfährst du hier.

Mit dem „bigger picture“ machst du dich weniger abhängig von SEO-Parametern, die sich von heute auf morgen ändern können. Stattdessen kannst du ein nachhaltig hohes Ranking erzielen, ohne dich von Details und Trends verunsichern zu lassen.

Denn SEO ist wie Mathe: Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, fällt alles viel leichter.

Gute SEO-Texte schreiben: Die 3 wichtigsten Kriterien

Die 3 wichtigsten Kriterien, um gute SEO-Texte zu schreiben

Google ist intelligenter geworden und mit ihm auch die Suchmaschinenoptimierung. Heute rankt ganz oben, wer die beste Antwort für die jeweilige Suchanfrage bietet.

Ein gutes Ranking erhält man nicht, indem man das Keyword möglichst häufig wörtlich wiederholt. Sondern, indem man die beste Antwort auf die dahinter liegende Frage bietet.

Daraus ergeben sich diese Grundkriterien, um gute SEO-Texte zu schreiben:

  • Das richtige Keyword
  • Erfüllte Suchintention
  • Qualitäts-Inhalt

Kriterium 1: Das richtige Keyword

Ja, Keywords sind noch immer wichtig. Denn für einen guten SEO-Text muss man wissen, wie und wonach die Menschen suchen.

Das herauszufinden, ist das Ziel der Keyword-Recherche. Durch sie erfährst du, welche Fragen die Suchenden haben und was genau sie in das Suchfeld eingeben, um die Antwort zu finden.

Doch wie bestimmst du das richtige Keyword für deinen SEO-Text? Dafür gibt es drei Faktoren.

 

Wie du das richtige Keyword für deinen SEO-Text bestimmst

Stelle dir die drei Faktoren wie ein Stativ für dein Keyword vor: Wenn nur ein Bein fehlt, fällt es in sich zusammen.

Dreibeinstativ: Faktoren für das richtige Keyword

1. Beliebt

Das richtige Keyword ist beliebt, das heißt, es hat ein ausreichendes Suchvolumen. Dieses gibt an, wie häufig das Keyword durchschnittlich pro Monat in Suchmaschinen eingegeben wird. Wenn es nur 10-mal pro Monat gesucht wird, solltest du dich fragen, ob sich der Aufwand für einen SEO-Text lohnt.

 2. Rankable

Rankable bedeutet: Es ist realistisch, dass du für dieses Keyword ein gutes Ranking erreichen kannst. Je kleiner die SEO Difficulty, also die Konkurrenz um das Keyword, desto einfacher ist es, für dieses Keyword zu ranken. Die Daumenregel für die SEO Difficulty von 1 – 100 lautet: Alles unter 30 ist optimal, darüber nur realistisch für etablierte Webseiten.

3. Relevant

Das Thema des Keywords sollte für dein Angebot und deine Zielgruppe relevant sein. Nur so ziehst du mit deinem SEO-Text auch die richtigen Menschen an. Für einen Luxus-Brillenhersteller ist das Keyword „günstige Brillen“ nicht interessant, für Fielmann dagegen schon. Frage dich bei jedem Keyword: Wen möchte ich auf meine Website ziehen? Und sucht diese Person nach diesem Keyword?

Alles Weitere – wie oft und an welchen Stellen das Keyword verwendet wird – ergibt sich fast von allein. Wenn der SEO-Text bewusst für ein Keyword geschrieben wurde, wird dieses ganz natürlich in den Überschriften, dem Fließtext und den Meta-Daten vorkommen.

Kriterium 2: Erfüllte Suchintention

Google erkennt heute, welche Texte die Suchintention des Users am besten erfüllen – und stellt diese nach oben in den Suchergebnissen.

Doch was ist eine Suchintention? Kurz gesagt: Was der Suchende zu finden hofft, wenn er die Worte in die Suchmaschine eingibt und Enter drückt.

Wenn du die Suchintention hinter dem Keyword verstehst, kannst du einen SEO-Text schreiben, der genau auf sie zugeschnitten ist. So erhöhst du deine Chancen, dass der Text bei Google weit oben rankt.

 

Wie du erkennst, welche Suchintention hinter dem Keyword steckt

Du kannst die Suchintention intuitiv erschließen oder dir die Suchergebnisse bei Google ansehen. Zuvor hilft es, die verschiedenen Typen von Suchintentionen zu kennen.

1. Überblick: Die 4 Kategorien von Suchintentionen

Google unterscheidet in seinen „Search Quality Evaluator Guidelines“ 4 Kategorien von Suchintentionen. Für jede von ihnen zeigt Google dem User unterschiedliche Arten von Content an.

Name Der Suchende möchte… Beispiel Geeignete SEO-Texte
Information (Know) mehr über ein Thema erfahren

 

„besser schlafen“ Ratgeber, Lexikon-Einträge, Sammlungen
Aktion (Do) etwas tun, ein Ziel erreichen „Yoga Matte kaufen“ Produkt-Texte, Vergleiche, Landingpages
Website

 

eine bestimmte Website finden „Women’s Health Deuschland“
Lokal (Visit-in-person)

 

Orte finden, die er später besuchen wird. „Zahnarzt Stuttgart“ Optimierte Website-Texte (Startseite, Kontakt, Über uns,… )

Diese Kategorisierung hilft, um die Bandbreite von Suchintentionen zu verstehen. Um SEO-Texte punktgenau auf die Intention zuzuschneiden, gehen wir aber weiter ins Detail.

2. Suchintention intuitiv erkennen

Du kannst dir die Suchintention auch intuitiv erschließen. Versetze dich in den Suchenden hinein: Welche Fragen gehen ihm durch den Kopf, wenn er diese Keywords bei Google eingibt? Was möchte er finden?

Zum Beispiel: Wer nach „Apfelkuchen vegan“ sucht, möchte ein Rezept finden, keine Definition. Wer „besser schlafen“ eingibt, erwartet konkrete Tipps, keine Werbung für eine Matratze.

Mit etwas Empathie erkennst du genau, welchen Inhalt dein SEO-Text haben sollte.

3. Google-Suchergebnisse ansehen

Schnell und einfach geht’s mit dieser Methode: Gib dein Keyword bei Google ein und schaue, welche Ergebnisse ganz oben erscheinen.

Da Google die Inhalte oben listet, die die Suchintention am besten erfüllen, kannst du die Logik umdrehen: Die am höchsten rankenden Suchergebnisse spiegeln die Suchintention wieder.

Zum Beispiel für das Keyword „Yogamatte“:

Google Suchergebnisse (SERP) für das Keyword "Yogamatte"

Auf einen Blick siehst du, dass Verkaufsseiten von Online Shops und Produktvergleiche am besten ranken.

Im Unterschied zum Keyword „Beste Yogamatte“:

Google Suchergebnisse (SERP) für das Keyword "Beste Yogamatte"

Hier listen keine Verkaufsseiten, sondern vor allem Produkttest. Das kleine Wort „beste“ macht schon einen großen Unterschied.

Kriterium 3: Qualitäts-Inhalt

Wenn ich nur ein Kriterium für gute SEO-Texte nennen dürfte, dies wäre es. Denn das perfekte Keyword hilft nichts, die Suchintention bedeutet nichts, wenn der Inhalt nicht stimmt.

Der Inhalt bestimmt, ob Google deinen SEO-Text, ja deine ganze Website, als hilfreich bewertet.

Außerdem beeinflusst guter Inhalt die User Experience (Benutzererfahrung, kurz UX). Und die wird immer wichtiger für die Suchmaschinenoptimierung. Wie ein User sich auf der Website verhält (Springt er sofort ab? Wie lange liest er?) sind Nutzersignale, die Google in das Ranking einfließen lässt.

 

Wie du die Qualität deines SEO-Textes verbessern kannst

1.      Deine Maxime: Der beste Inhalt.

Sei besser als die Konkurrenz. Dazu schaust du dir zuerst an, was deine Ranking-Konkurrenz anbietet. Lies dir die ersten 5 Ergebnisse zu deinem Keyword auf Google durch. Welche Inhalte enthalten sie? Welche Schwächen haben sie? Wie kannst du einen Mehrwert bieten?

Es macht Sinn, die Inhalte der Top 5 auch in deinem Artikel aufzugreifen. Doch Achtung: Kopieren oder umschreiben ist nicht erlaubt. Das verstößt nicht nur gegen das Urheberrecht, sondern wird auch von Google als „Duplicate Content“ abgestraft.

2.     Achte auf die Leserfreundlichkeit – auch für Scanner.

Die Lesbarkeit ist ein wichtiger Faktor für die User Experience. Dein SEO-Text sollte angenehm zu lesen sein, damit die User möglichst lange auf der Website bleiben.

Webtexte werden von den meisten Personen nicht Wort für Wort gelesen, sondern gescannt, also überflogen. Achte deshalb darauf, dass der:die Leser:in die wichtigsten Informationen auch beim Überfliegen erfassen kann.

Die wichtigsten Tipps für eine gute Lesbarkeit und Scanbarkeit sind:

  • Aussagekräftige (Zwischen-)Überschriften
  • Viele Zwischen-Überschriften und kurze Absätze
  • Mit Aufzählungen, Tabellen, Zitaten und Hervorhebungen den Text auflockern
  • Bilder, Videos und visuelle Elemente verwenden
  • Keine langen Schachtelsätze
  • Verben statt Substantivierungen
  • Passiv vermeiden
  • Sprach-Niveau auf Zielgruppe abstimmen

 

3.     Ausreichende Länge

Im Sinne der Suchintention gilt: Die Länge deines SEO-Texts richtet sich danach, wie du die Frage des Suchenden vollständig, aber schnell beantworten kannst. Nichtsdestotrotz zeigen Studien, dass die vier am besten rankenden Seiten auch die längsten Texte enthalten.

SEO-Text Länge - Studie - Quelle: Backlinko

Grafik-Quelle: Backlinko. Hinweis: Deutsche Artikel haben eine kleinere Wortanzahl als englischsprachige, da wir Wortketten bilden (Fahrradkette vs. bicycle chain).

Doch Vorsicht, Korrelation sagt nichts über die Kausalität aus. Die Webseiten ranken nicht am besten, weil sie die längsten Texte enthalten. Vielmehr ist es so, dass sie das Thema besonders umfassend abdecken – und damit eine gewisse Text-Länge einhergeht.

Für deinen SEO-Texte bedeutet dies: Er sollte lang wie nötig und so kurz wie möglich sein. Behandle das Thema ausführlich genug, um die Fragen des Users zu beantworten. Aber vermeide irrelevante Informationen oder langatmige Ausschweifungen.

Fazit: Gute SEO-Texte verstehen, wonach Menschen suchen und was ihnen am besten weiterhilft

Das ist die Quintessenz der 3 Kriterien für gute SEO-Texte: Verstehe, wonach Menschen suchen und wie du ihnen am besten weiterhilfst. Denn ganz oben ranken die Texte, die die beste Antwort auf die Suchanfrage bieten.

Ohne diese Basis helfen auch Ranking-Faktoren wie Backlinks, Meta-Tags und Keyword-Dichte nicht. Mit ihr ergeben sich diese Faktoren wiederum fast von allein, oder können leichter umgesetzt werden.

Oder wie es John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google, formuliert:

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Elena Patzer

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